Hotel‑Loyalty vs. OTAs: Warum Direktbuchungen im Zeitalter von KI‑Agents noch wichtiger werden
Hotelgruppen setzen stärker auf Loyalty‑Programme, um OTA‑Provisionen zu reduzieren und sich auf KI‑Travel‑Agents vorzubereiten. Was das für Hotels bedeutet – und wie Sie Direktbuchungen mit Vertrauen und Reputation steigern.
Seit Jahren kritisieren große Hotelgruppen offen, wie teuer Online‑Reiseportale (OTAs) für Buchungen sind. Jetzt steigt der Druck erneut – denn Distribution steht vor einer neuen Veränderung.
Große Marken investieren stark in Loyalty‑Programme und Direktbuchungs‑Vorteile, um:
- OTA‑Provisionskosten zu reduzieren (häufig werden 15–25% genannt) und
- sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der KI‑Travel‑„Agents“ Hotels im Auftrag von Gästen auswählen.
Wenn Sie ein Hotel (oder mehrere Häuser) betreiben, ist der Kernpunkt simpel: Der Wettbewerb ist nicht nur „Hotel vs. Hotel“ – sondern auch direkte Beziehung vs. Intermediär.

Warum Hotelgruppen Direktbuchungen noch aggressiver pushen
Hotels arbeiten aus gutem Grund mit OTAs: Sie bringen zusätzliche Nachfrage und füllen Lücken. Aber es gibt einen Preis.
Wenn ein OTA einen Prozentsatz jeder Buchung nimmt, verliert das Hotel Marge und (oft) einen Teil der Gästebeziehung. Deshalb stärken große Gruppen Programme, die:
- Gäste zur Registrierung motivieren und Direktbuchung belohnen,
- „Member Rates“ und Benefits spürbar machen,
- das Einlösen/Ersammeln von Punkten und Vorteilen ausweiten.
Ein großes Programm soll bis Ende 2025 ~260 Millionen Mitglieder erreicht haben – ein Signal, wie aggressiv Direct‑Relationship‑Strategien skaliert werden.
Der „Perk‑Wettbewerb“: Status, Partnerschaften und Experiences
Direktbuchung ist nicht nur Rabatt. Es geht darum, dass sich die Direkt‑Route besser anfühlt:
- leichterer Weg zu Elite‑Status
- Partnerschaften, die Punkt‑Einlösungen auch außerhalb des eigenen Portfolios ermöglichen
- besondere Erlebnisse, die über OTAs schwer kopierbar sind
Das sind „sticky“ Vorteile: Sie halten Gäste im Ökosystem, statt dass sie nur nach Preis shoppen.
Kurzüberblick: Was große Marken aktuell signalisieren
Öffentliche Aussagen und Strategien großer Player zeigen denselben Trend:
- Loyalty wächst weiter: Marriott hat kommuniziert, dass Bonvoy Richtung 260M Mitglieder geht – mit starkem Wachstum zum Vorjahr.
- Perks & Partnerschaften werden breiter: Hilton hat u. a. über einfacheren Elite‑Status und mehr Partnerschaften gesprochen, bei denen Punkte auch außerhalb eigener Hotels nutzbar sind.
- KI‑Distribution rückt in den Fokus: Führungskräfte haben angedeutet, dass Buchungen über zukünftige KI‑Kanäle günstiger sein könnten als das heutige OTA‑Modell.
- OTAs beobachten das genau: Booking Holdings sieht Loyalty‑Programme als direkte Konkurrenz um die Gästebeziehung, während Expedia „Platz für alle“ betont – besonders mit Blick auf kleinere Betreiber.
Sie müssen nicht jeder These zustimmen, um die Strategie zu sehen: Beziehung besitzen, Abhängigkeit reduzieren und überall sichtbar bleiben, wo Gäste buchen.
KI‑Travel‑Agents: günstigere Distribution – oder ein neuer Gatekeeper?
Die nächste Welle sind nicht nur OTAs. Es sind agent‑geführte Buchungsprozesse.
In konversationellen, KI‑getriebenen Flows öffnen Gäste vielleicht nicht mehr zehn Tabs, sondern sagen: „Buche die beste Option.“ Das kann gut sein, wenn es Distribution günstiger macht. Es kann aber auch riskant sein:
- KI‑Agents können Gäste weniger markenbewusst machen (Kommoditisierung).
- Ein Hotel wird zu „einer Option in der Liste“, gerankt nach Signalen, denen der Agent vertraut.
Mit anderen Worten: Der Kanal könnte günstiger werden – aber der Wettbewerb um „Top‑Empfehlung“ wird härter.
Was das für Hotels ohne globales Loyalty‑Programm bedeutet
Unabhängige Hotels und kleinere Gruppen haben kein riesiges Loyalty‑Programm. Trotzdem können Sie mithalten – denn KI‑Agents und Direktbuchungs‑Gäste reagieren auf Vertrauenssignale.
Direktbuchungen sind auch wichtig, weil Sie mehr First‑Party‑Gästedaten erfassen und das Erlebnis über Zeit personalisieren können. Auch ohne „Mega‑Programm“ können Sie Wiederholungen erhöhen, wenn Sie Feedback konsequent in Verbesserungen übersetzen.
Die wichtigsten Vertrauenssignale sind nicht Slogans, sondern Beweise:
- Ihr Review‑Volumen und die Aktualität
- Ihr Durchschnittsrating
- wie Sie antworten (Tempo, Tonalität, Professionalität)
- wiederkehrende Themen (Sauberkeit, Lärm, Frühstück, Service)
Diese Signale beeinflussen Menschen – und Algorithmen.
Der unterschätzte Direktbuchungs‑Hebel: Antworten auf Reviews
Wenn ein Gast zwischen zwei ähnlichen Hotels entscheidet, ist Ihre Review‑Sektion oft der Tiebreaker – besonders auf Google und OTAs.
Zwei Hotels können die gleiche Sternebewertung haben, aber das eine gewinnt mehr Direktbuchungen, weil es wirkt:
- aufmerksam (schnelle Antworten),
- zugewandt (konkret statt generisch),
- glaubwürdig (ruhige Service‑Recovery bei Negativem).
Wenn Sie speziell für Google eine schnelle Routine wollen: How to Respond to Every Google Review in Seconds
Praktisches Playbook für mehr Direktbuchungen (ohne Mega‑Loyalty)
Das können Hotels heute umsetzen:
- Konsequent auf allen Plattformen antworten. Lassen Sie keinen Kanal „stumm“ werden.
- Fixe Struktur + ein Beweisdetail nutzen, damit Antworten persönlich bleiben (nicht Copy/Paste).
- Negative Reviews mit Freigaben triagieren, damit sensible Antworten kontrolliert bleiben.
- Themen in Maßnahmen übersetzen (was Gäste wiederholen: Lärm, WLAN, Check‑in, Sauberkeit).
- Social Proof auf der eigenen Website zeigen (kuratierte Snippets + Quellenlink) für bessere Direkt‑Conversion.
- Direkt‑Perks einfach und glaubwürdig machen (Late Check‑out, flexible Policies, kleine Upgrades) – und klar kommunizieren.
Wenn Sie #1–#4 im Team skalieren möchten, ist ReviewAgent genau für diesen Workflow gebaut: Es erstellt schnell markenkonforme Entwürfe und hilft Teams, über Standorte und Plattformen hinweg konsistent zu bleiben.
Wie ReviewAgent in die „Loyalty vs. Intermediäre“-Strategie passt
ReviewAgent ersetzt weder Buchungsengine noch Loyalty‑Programm. Es unterstützt den Teil, der Vertrauen am Entscheidungspunkt direkt beeinflusst:
- Review‑Antworten als wiederholbaren Prozess organisieren,
- Tonalität über Mitarbeitende und Häuser hinweg konsistent halten,
- schneller reagieren, ohne robotisch zu klingen,
- Themen sichtbar machen, damit operative Fixes früher passieren.
So wird Reputationsmanagement zu einem Direktbuchungs‑Asset – nicht nur zu einer Marketing‑To‑do.
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